Dienstag, 25. August 2015

. willkommen | welcome


es sind menschen, die da kommen.
menschen, wie du und ich.

menschen, die ein zuhause hatten.
menschen, die ein leben hatten.

menschen, die nun flüchten müssen.
menschen, die alles verloren haben.
menschen, denen die angst in allen gliedern und im herzen steckt.
menschen, die ihre lieben und sich in sicherheit bringen wollen.

menschen, denen nur die hoffnung geblieben ist.

hoffnung auf sicherheit, auf schutz, auf ein leben - ohne angst.


und jeder der denkt, diese menschen würden ihre heimat freiwillig verlassen, 
einen lebensgefährlichen weg auf sich nehmen, 
alles zurück lassen,
nur um in einem fremden land, in viel zu kleinen turnhallen oder zeltstätten - aneinandergedrängt, zu harren. 
zu hoffen.
hierbleiben zu können.
um dann mit hassparolen der sogenannten "asylkritiker" empfangen zu werden, die ihnen zeigen, dass sie hier auch nicht gewollt sind, das sie hier nicht in sicherheit sind.

wer denkt, all diese menschen würde dies freiwillig tun, der ist viel mehr als nur dumm.
er ist absolut empathielos, grausam und kalt.

ich hoffe, dass wir in unserem land nie wieder krieg erleben müssen.
ich hoffe, ich werde nicht irgendwann einmal flüchten müssen um meinen liebsten zu schützen. 
um dann irgendwo zu landen, wo ich noch viel weniger willkommen bin!



und, ich will nicht mehr still sein im angesicht brennender flüchtlingsunterkünfte.
ich will die hassreden und das nazigeschwätz der sogenannten "asylkritiker" (wenn man das kind mal beim namen nennt, bleibt nur eines: nazi, denn genau das ist es was sie sind, keine "asylkritiker", sondern nazis) nicht mehr wortlos hinnehmen.
ich will aufstehen.
weil ich kann, weil ich muss, weil ich will.

haltung einnehmen. eine meinung haben.
und zeigen.


und weil ich, ich persönlich, diesen menschen zeigen will, dass sie willkommen sind.
mehr als willkommen.
so viel mehr.
und das werde ich ihnen zeigen, wo ich kann, wie ich kann.
ein lächeln, eine helfende hand, respekt, spenden. 

es fängt immer im kleinen an.

immer.


willkommen, menschen aus der welt!
welcome, refugees!



und jeder der mir noch einmal erzählen will, er habe angst vor "denen", der mir erklären will, was sie uns alles nehmen, was sie alles schlimmes mitbringen, dass sie doch dorthin zurück gehen sollen, wo sie herkamen, dürfen ihren mund gleich wieder zumachen. 
denn das einzige wovor sie angst haben ist, zu erkennen, dass all ihre lügen nichts als lügen sind und die angst davor zu erkennen und zuzugeben, dass es eben doch einfach nur menschen sind. wie du. und ich. menschen. mit einem recht auf schutz und einem sicheren leben. auch menschenrecht genannt.


Daniel Etter for The New York Times | wer nach diesen bildern nicht versteht, wird nie verstehen!

Spendenaktion | Blogger für Flüchtlinge

Aufstand der Anständigen im Netz

kraftklub | "Du wirst nicht entäuscht wenn du nie etwas erwartest
und bevor du etwas falsch machst, dann mach mal lieber gar nichts
Irgendjemand sagt schon irgendwann mal irgendwas
ansonsten musst du halt zufrieden sein mit dem was du hast
Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst
dann sei doch einfach stolz auf dein Land
Oder gib die Schuld ein paar anderen armen Schweinen
Hey wie wäre es denn mit den Leuten im Asylbewerberheim"

Dienstag, 4. August 2015

. so


"Wer die Dummheit der Jugend beklagt, kann selber nicht wahnsinnig intelligent sein, denn er hat vergessen, wie es sich anfühlte, dieses Jungsein mit dem Gefühl, die Welt sei zu groß für einen, und man wollte alles, nur nie, nie so alt werden wie die Alten in ihren dämlichen Anzügen. Die Jugendlichen heute müssen so schnell sein, so parat, so fix in ihren Entscheidungen, denn es ist enger geworden auf der Welt, die wir Älteren ihnen wieder ein Stückchen verdorbener hinterlassen. Seien wir doch einfach ruhig und betrachten die jungen Menschen als Teil von uns, als einen Teil, den wir lieben und beschützen müssen, aber nicht vor dem bösen Internet, sondern vor Erwachsenen. 
Wie uns." 
-sibylle berg|wie halte ich das nur alles aus?-




ich wusste, dass ich sie mögen würde.
ihr worte. und die ehrlichkeit in ihnen.
das echte, dass einen trifft.
ganz tief. 
so das es manchmal schmerzt.
das es weht tut. weil es so wahr ist.
weil sie gedanken ausspricht, die in ihrer schonungslosen ehrlichkeit so unglaublich groß und schön sind.

bei jedem wort möchte man laut 'ja' schreien.
jeden satz festhalten. sich daran festkrallen. ihn nie wieder loslassen.
um nicht zu vergessen.
niemals.

niemals wieder.

so wie eben jene worte. 
ein liebeslied an die jugend.
voller achtung.
und wissen.

endlich jemand, der das lebendige, das wilde und ungezähmte - das rohe, der jungen, zu schätzen weiß. 


endlich.



und ich sehe sie vor mir, dort im großen sportgeschäft - in dem ich zuweilen arbeite.
jeden tag. im sommer werden es mehr.
sie verbringen einen teil ihrer ferien dort. 
einen sommerjob lang.
einen teil ihrer zeit, die so kostbar ist.
weil sie träume haben, die gelebt werden wollen.
dann, später, wenn die zeit gekommen ist.

und ich spüre das große abenteuer des lebens in ihnen.
wie es sie in die ferne zieht. 
wie sie noch nicht wissen, was kommen soll. 
und weil es auch einfach noch nicht wichtig ist.
weil sie leben wollen.
weil sie die welt entdecken wollen.

weil sie noch so mutig sind. den kopf voller flausen und das wilde herz voller leben.
ungezähmt. 
noch.

und ich wünschte, wünsche ihnen, sie würden sich nie zähmen lassen.
müssen.

niemals.




ja, es sind solche sätze, die sich eingraben.
schonunglos.
ehrlich.
groß.

wie gut, dass es sie gibt.
das eine den mut hat sie zu sagen.

damit wir nicht vergessen.

wie es war.


das jungsein.




sibylle berg interview  |  bosse - schönste zeit





Freitag, 24. Juli 2015

. erinnerungsmelodien







fünf tage unterwegs.
vier tage lang tanzen.
zum takt der musik, die in der luft liegt.
zusammen mit all den anderen um mich herum.
weil wir plötzlich eins sind.
gleich sind.
alle.

verliebt in das leben und die musik die uns verbindet.
dort oben, am meer. 
wo der raue wind weht.
und die melodien durch die luft wirbelt.
unseren gesang mitnimmt.
weiter trägt.


wenn man ein lied live hört, dann geht es noch viel tiefer.
dann bleiben worte hängen und bilder wurzeln.
dann spürt man den herzschlag der menschen um einen herum, bei jedem takt.
dann sind die gefühle noch viel echter und die tränen ehrlicher.
dann bleibt die gänsehaut.
für immer.




ich hab ein stück wildes leben mitgebracht.
melodien die nie wieder verklingen.
erinnerungen, die bleiben.
ein leben lang.

und wenn ich alt und grau bin, dann werde ich mich daran erinnern.
wie ich, mit tränen, im regen getanzt habe.
werde all das spüren, was ich dabei gefühlt habe.
mit einer leisen melodie im ohr.


die flüstert.




"Aber was Gutes wird passier'n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst
(Und Lebst und Lebst und Lebst)
So oder so oder so
So oder so oder so
So" -bosse-



bosse - so oder so | kraftklub - schüsse in die luft | thees uhlmann - es brennt | beatsteaks - milk and honey
donots - ich mach nicht mehr mit | clueso - gewinner | mando diao - gloria | deichkind - like mich am arsch
tocotronic - die erwachsenen | rob lynch - whiskey

und so viele mehr.

Freitag, 10. Juli 2015

. alles




“But life isn't something that should be edited. Life shouldn't be cut. 
The only way you'll ever discover what it truly means to be alive and human 
is by sharing the full experience of what it means to be human 
and each blemish and freckle that comes with it.”
-iain thomas-



und da sind die erinnerungen, die ich mit mir trage.
da sind wege, die hinter mir liegen.
gefühle, die ich schon fast vergessen habe.
narben, die längst verblaßt sind.

da sind namen, auf meiner zunge.
worte in meinem ohr.
getrocknete tränen auf meinen wangen.
da sind längst vergangene gedanken in meinem kopf.
und längst verdrängte gefühle in meinem herz.

da sind wunden, deren schmerz ich immer noch spüre.
fragen, auf die es immer noch keine antworten gibt.
da ist das laute und das leise.
das wilde und ungezähmte.
da ist einsamkeit.
angst.
hoffnung.
leichtigkeit.

da sind zweifel.
und träume
aufgeschürfte knie.
und das unbändige glücksgefühl zu sein.



da bin ich.
wer ich war.
wer ich bin.
wer ich sein werde.

eins.

weil alles dazu gehört.
alles.
zu mir.

und diesem leben, welches mein ist.


“Everything has changed and yet, I am more me than I’ve ever been.”
-iain thomas-



Mittwoch, 1. Juli 2015

. immer


'zuhause. so muss es sich anfühlen zu hause zu sein. genau so. 
und in diesem Moment, ist sie, zuhause.
in diesem moment – ist sie. und er.

seelenmenschen.'


erinnerungen bringen gefühle.
gefühle lassen gedanken fliegen.
worte werden.

sie wandern.

vom herz, aus dem kopf, auf das papier.
um zu spüren.
zu wissen.

nie zu vergessen.

das gefühl der erinnerung.
und das wissen, welches sie mit sich bringt.

weil es so ist.
immer noch das gleiche.
damals wie heute.

gestern.
morgen.

immer.




Donnerstag, 25. Juni 2015

. schritte setzen


einatmen. ausatmen. leben.

in den tag hinein.
in das leben.
hinein.

einen schritt vor den anderen.
immer einen schritt vor den anderen.
möge er auch noch so klein sein.

was kommt, dass wird sich früh genug zeigen.


der optimist in mir lächelt leise in sich hinein.
wissend, es wird. 
werden.

immer.

irgendwie.


einatmen. ausatmen. schritte setzen.
leben.


up in the sky





Freitag, 19. Juni 2015

. sein


es sind die wege, die wir gehen, die uns zu dem machen, wer wir sind.
jeder schritt. 
jede kurve.
jede abbiegung.
jede sackgasse.

jede entscheidung.


so vieles ist vom leben gegeben. 
du kannst kaum beeinflussen, welche karten in deiner hand liegen.
aber wie du sie spielst, ist ganz allein deine entscheidung.

das glas halbvoll oder halbleer -
liegt doch ganz allein im auge des betrachters.


den mut einen schritt vor den nächsten zu setzen. 
mit dem wissen, man könnte stolpern.
den mut haben zu stolpern.
hinzufallen. sich die knie aufzuschürfen.
wieder aufzustehen und weiterzugehen. mit dem wissen, man könnte wieder stolpern.

jede narbe, jeder kratzer, jede wunde - erzählt eine geschichte.
die geschichte eines lebens.
sie sind die landkarte einer abenteuerreise ins ungewisse.


lassen uns erinnern, was hinter uns liegt. 
wo der weg anfing.
wie wir bis hierher gekommen sind.

und.

das wir bis hierher gekommen sind.

um nicht zu vergessen.



das wir sind, weil wir waren.



kindest regards



I’m proud of the scars in my soul. They remind me that I have an intense life.
-Paulo Coelho-

Mittwoch, 17. Juni 2015

. über(s)leben

"write hard and clear about what hurts."
-ernest hemingway-


vor 5 jahren stand die welt für einen kurzen augenblick ganz still.
meine welt.

seid 5 jahren lässt mich diese klare, etwas merkwürdig riechende, flüssigkeit (über)leben.

ein gutes leben.
ein reiches leben.
ein glückliches leben.

mein leben.

würde es diese flüssigkeit nicht geben, könnte ich heute keine worte werden lassen.

und das, erfüllt mich mit dankbarkeit.
mit ehrfurcht. 

deswegen hab ich meine gedanken auf die reise geschickt.
auf das papier fallen lassen.
als worte.

echt, ehrlich und schonunglos.
weil es ein herzenthema ist.



meine erste kolumne. es werden mehr folgen.
weil es soviel zu sagen gibt.
weil mein kopf voll davon ist.
von worten, die gesagt werden wollen. müssen.
sollen. dürfen.


wortwerk | zu finden über den link an der seite. 

Dienstag, 16. Juni 2015

. geflüstert


worte sammeln und ziehen lassen.
sie einfangen und im gleichen moment wieder freigeben.

damit wird, was schon längst ist.

wo auch immer.
wann auch immer.


losgelöst, von so vielem was war, sinke ich in die wilde freiheit des hier sein.
am richtigen platz. zur richtigen zeit.
weil ich es so will.

weil mein herz es mir sagt.



und weil ich lausche. zuhöre.
den leisen tönen.



dotan | home



"the first draft is just you telling yourself the story."
-terry pratchett-

Mittwoch, 3. Juni 2015

. sammler


ich habe geschrieben und geträumt.

...

mehr geschrieben und weiter geträumt.

...

noch viel mehr geschrieben, mut gesammelt und noch viel weiter geträumt.

...

jetzt.


lauf.

lauf los, vielleicht klappt es mit dem fliegen ja schon.



ich lief los.


und wenn ich falle, dann wenigstens frei.



dann wenigstens

frei.



ich finde mich in erinnerungen.
so viele hab ich auf meinem weg verloren.
nun sammle ich sie wieder ein.

als worte.
auf dem papier.


the flame still burns

Montag, 1. Juni 2015

. wohin auch immer


wohin das leben wohl mit mir geht?


dieses große, 
wilde, 
eigensinnige,
unbezähmbare
und raue 

leben.

jenes leben, welches mein ist.



manchmal hängt die frage nach dem wohin an meinen lippen.
und manchmal hauche ich sie leise in die welt hinaus.
einfach nur.

das leben antwortet, schrittweise.
immer nur den nächsten.
nie im voraus.

antwortet mit erinnerungen.
bildern aus längst vergangen tagen.
es flüstert mir geschichten ins ohr.
meine geschichten.

ich kenne sie.
alle.

nur manchmal, manchmal vergesse ich sie.
dann erinnert mich das leben.
an mein leben.



wohin es mit mir geht?
ich weiß es nicht.

und eigentlich will ich es auch nicht wissen.


denn, so lange es ist, ist es gut.
so lange mein atem reicht und mein herz im wilden takt dazu schlägt.
so lange das leben lebt.
ist es gut.

mehr muss ich nicht wissen.
eigentlich nicht.


denn, mein unwissen lässt mich mutig sein.
lässt mich träumen.
hoffen.
lieben.

leben.


wohin auch immer es mit mir geht.




"und ich weiß jetzt, es geht nicht nur um ein paar stunden und tage, sondern es geht um ein ganzes leben. 
und dieses leben, sei es auch noch so kurz, beinhaltet den zweifel und das glück, das wissen und das unwissen. 
und es ist auch nichts fatalistisches und nichts peinliches, 
es ist auch nichts niederträchtiges oder berechnendes - es ist einfach ein ganzes leben." 
-christoph schlingensief-



kristian gidlund () & jill johnson - blue eyes crying in the rain

christoph schlingensief doku


Dienstag, 26. Mai 2015

. wortwerk


leise bahnen sich tränen ihren weg nach draußen.
sammeln worte ein auf ihrem weg.
sanft streichen sie über meine wangen.
lassen los und fallen - auf´s papier.




schreiben ist so viel mehr als nur das aneinanderreihen von worten.
das haben mich all die unzähligen seiten gelehrt, die ich, mein leben lang, mit gedanken gefüllt habe.
manche worte finden ganz leicht ihren weg. 
sie tanzen auf dem papier. sind leicht und weich.

und manche worte stecken so tief. es scheint als würden sie sich nie lösen.
es sind erinnerungen, die an einem zerren.
sie winden sich auf dem weg nach draußen und hinterlassen feine kratzspuren.
wunden. 

da ist ein schmerz des loslassens.
des hingebens.
des sich hineinbegebens.

und doch finden sie alle, alle ihren platz auf dem papier.
um zu erzählen, was erzählt werden muss.
buchstabe für buchstabe.
wort für wort.

ein geschichte. ein leben. ein sein.

manchmal wandern meine finger fließend über die tasten.
und manchmal bleiben sie auf halber strecke stehen.
verharren. 
leise.

vor dem nächsten wort.
der nächsten erinnerungen.

es ist ein leben, dass wächst. inmitten der zeilen. über die seiten hinweg.
und manchmal fühlt es sich so an, als würden meine eigenen füsse den nächsten schritt machen.




beck - heart is a drum


"If you do not breathe through writing, if you do not cry out in writing, 
or sing in writing, then don't write, because our culture has no use for it." 
- Anaïs Nin-

Sonntag, 24. Mai 2015

. rebell


mein innerer rebell.
ich mag ihn.

weil er mir manchmal dinge ins ohr flüstert.
mich die wildheit meines lebens spüren lässt.
aussen und innen.

spontan. verwegen.
ein wenig.


wie gut, dass er da ist.
so gut.





auch sie rebelliert.
die kämpferin.
auf der suche nach dem was sein wird.
sich. selbst.

das ende ist schon gewiss.
und wir auf dem weg dorthin.
kämpfen uns vorwärts.
zeile für zeile.

ich mit ihr.
weil ich mir so sehr wünsche, dass sie ankommt.
dort.


bei sich.

ganz.



trout heart replica



Montag, 18. Mai 2015

. versinken


manchmal fallen gedanken, wie regentropfen, auf den boden 
und bilden pfützen in denen man versinkt.


und manchmal möchte ich in ihnen versinken.
mich verlieren. in ihnen.
manchmal ist es gut zu versinken.
um wieder aufzutauchen.

so viel mehr selbst.


sein.




in ihren gedanken versinken ist auch gut. so gut.


Donnerstag, 14. Mai 2015

. werden


es ist, als hätte ich viel zu viele jahre versucht jemand zu sein, der ich nicht bin.
und der ich eigentlich auch nicht sein wollte.
das kostüm abstreifen, die maske fallen lassen, schmerzt und heilt zugleich.
denn nur so, kann ich sein.
wer ich wirklich bin.



das buch füllt sich mit worten.
der stift wandert über die zeilen.
meine finger suchen die tasten.
gedanken durchstreifen erinnerungen.
vermischen sich mit dem Sein einer ganz anderen person.

ich beginne sie zu mögen.
kämpferin die sie ist.


vielleicht, weil wir uns gar nicht so unähnlich sind.
sie und ich.


sind wir doch auf dem gleichen unebenen weg unterwegs.


am ende werden wir
sein.



maybe I've just forgotten how to see