Freitag, 24. April 2015

. kaffeezeit






leise kräuselnd steigt der heiße dampf aus meiner tasse emport.

während ich meine gedanken sortiere.
entwirrungskünstler spiele, weil sich zu viele worte in meinem kopf aneinander drängen.
knoten bilden & alle auf einmal hinaus wollen.

und dann ist da der hauch von frischem kaffeeduft.
leise schwebt er von raum zu raum.
bleibt in meiner nase hängen.
hinterlässt den geschmack von papaya, mango, karamell und toffee auf meiner zunge.



Yachi Kachise ist sein name.
die tage, mein begleiter beim gedanken entwirren.



frisch angereist von Coffee Circle.
ein name, der für richtig guten kaffee steht
weil sie zum vorteil aller beteiligten handeln, weil dabei der weltbeste kaffee entsteht
und weil sie unheimlich nett sind.

weil es spaß macht ihren kaffee zu trinken.
wo er doch die wortknoten in meinem kopf zu lösen scheint.
vielleicht. ein stück weit.

weil er mich durch die nacht bringt & den viel zu frühen morgen.




ja. weil. 
weil ich Coffee Circle einfach mag.






gerade feiert Coffee Circle -1000 abokunden (den weltbesten kaffee gibt es auch im abo).
sie laden ein mitzufeiern und dabei vielleicht ein mini-abo lieblingskaffee zu gewinnen.
was, wie und vor allem wo, findet ihr auf dem Coffee Circle Blog.
schaut einfach mal vorbei.
und erfahrt nebenbei mehr über das was sie ausmacht und wie der leckerste kaffee entsteht.



und dinge, von denen man selber überzeugt ist und die man mag, 
die kann und soll und muss man einfach weiterempfehlen. 
so ist das eben. und das, ist auch gut so.

Donnerstag, 23. April 2015

. loslassen


es ist die eine tür, die zufallen muss - damit eine andere sich öffnen kann.

sie zufallen lassen.
alles andere als leicht.
die hand scheint sich kaum von der klinke lösen zu können.
weil man festhalten will.
weil es schmerzt.
verliert man dabei doch auch immer ein stück von sich selbst.
lässt es hinter dieser einen tür zurück.


im ungewissen, was hinter jener anderen tür wartet, die sich nun leise öffnet.
wohin sie führen wird.
wer man sein wird.





und doch, in allem loslösen und sich verlieren erschließt sich mir die wilde freiheit des seins.
des sein dürfens.


es braucht das laute nicht mehr. das leben.
vielmehr sind es die leisen töne, die es zum tanzen bringen.


und währenddessen taumeln gedanken in ungezähmten kreisen zu boden.
bilden brücken, wo es schluchten zu überwinden gilt.


der weg ist nicht leichter,
doch das herz schlägt wilder. 
schlägt freier.

weil es die hoffnung trägt.
jene unbändige hoffnung, die träume fliegen lässt.


es ist ein loslassen.
im vertrauen,dass die flügel tragen, die das leben ihnen verlieh.






ich lasse die klinke los. 
und während die tür sich leise hinter mir schließt, machen meine füsse ihren ersten zaghaften schritt.




amanda palmer - in my mind

Montag, 20. April 2015

. wortwerk




und manchmal finde ich sie.
oder vielmehr, sie finden mich.

worte.
so wild und groß und wunderbar.


und plötzlich ist es, als würde ich da sitzen.
inmitten all der absolventen. der jungen künstler.
und ich kann sie spüren, die worte, wie sie durch die luft wirbeln.
gedanken, ein stück leben - weitergegeben.
da ist mut. da ist hoffnung. da ist freiheit.

und während ich da sitze, seiner rede lausche - bahnen sie sich leise ihren weg.
direkt in mein herz.
schlagen wurzeln.
blühen.


tragen früchte.



wie gut, dass es menschen gibt, die sie finden.
die richtigen worte, im richtigen moment.

und wie gut, dass die worte mich finden.
dann, wenn sie gebraucht werden.


- neil gaiman´s 'make good art' speech -



"something that worked for me was imagining that where I wanted to be - 
an author, primarly of fiction,making good books,making good comics and suppporting myself through my words - 
was a mountain. a distant mountain. my goal.
and I knew that as long as I kept walking towards the mountain I would be all right. " 
-neil gaiman-

Freitag, 17. April 2015

. träumer


manche träume brauchen zeit.
und während andere zurückfallen, schleichen sie sich leise in die erste reihe.




so ist das mit träumen eben.
es ist ein festhalten und ein stück weit loslassen.
es ist ein zu-sich-herziehen und ein fliegen lassen.


leise verschieben sie sich.
manchmal schleichend und manchmal mit voller wucht.
manchmal merkt man es kaum und manchmal schmerzt es. so sehr.

das ist es, was träume sind.
weil sie sind, wie sie sind.
was sie sind.



groß. roh. wild. 
wären sie es nicht, würden wir sie wohl kaum festhalten. wollen.




und so wandern meine fingern nun leise über die tasten und lassen worte werden.
die tinte wandert über das papier und formt gedanken.
ein traum. so lang schon.
vielleicht, ein leben lang.

nun scheint es zeit. oder auch nicht.
aber wann ist sie schon da, die richtige zeit.
wann?



jetzt.



ich streife manch altes ab und lasse neues wachsen.
zaghaft. vorsichtig. behutsam.
aus angst, es könnte zerplatzen.
und vielleicht tut es das auch.
lässt worte regnen.



wie gut das ist.





"a book is a dream that you hold in your hand."
-neil gaiman-


little numbers



Freitag, 10. April 2015

. worum es geht


"Denn wenn Sie einmal alt sind, dann werden Sie sich sicher nicht vorwerfen, zu wenig Zeit im Büro verbracht zu haben.
Aber Sie werden sich ewig vorwerfen, nicht genug geliebt zu haben oder nicht das gemacht zu haben, was Sie eigentlich wollten." 
"Vielleicht."
"Ganz sicher sogar. Wenn Sie sich auf die paar Dinge beschränken, die Sie glücklich machen, dann werden Sie auch als Kellner zufrieden sein. Es geht nur um Träume und die Hoffnung, sie zu verwirklichen. Stellen Sie sich eine Kassiererin vor. Eine arme Frau, der das Leben immer wieder ein Bein gestellt hat und die bis zu ihrem Tod nichts anderes macht als Fritten, Nudeln und billige Weinflaschen an der Kasse einzuscannen. Und jetzt stellen Sie sich die gleiche Frau vor, wie sie Ihnen sagt, dass sie in ihrer Freizeit spätabends an einem Roman sitzt oder das sie einen Song schreibt oder einen Rucksacktrip durch China plant. Ein völlig anderer Mensch, nicht wahr? Und genau darum geht es. Um Träume, um Hoffnungen, um Sehnsüchte. Sie sind begnadet, Robert, wussten Sie das? Sie brauchen keine Angst zu haben. Sie haben eine Frau, die Sie liebt, und mit der Musik eine Leidenschaft,eine Berufung. Das sind Dinge, die alles überdauern können. Sie können noch als Achzigjähriger mit einem Lächeln nach der Gitarre greifen oder Ihrer Frau einen Kuss geben. Es gibt keine Grenzen. Nicht wenn Sie sich nicht selbst welche setzen."



worte, die treffen. hinabgleiten. wurzeln schlagen.
ganz tief. 
weil sie so gut passen.
es ist, als hätte ich sie finden müssen.
genau zur richtigen zeit.


weil es genau darum geht.
dann, wenn ich frühmorgens durch die verschlafene welt laufe.
am fluss entlang. meinen weg zum großen sportgeschäft.
mit jedem schritt ein stück weiter weg, von meiner hände eigentlichem werk.

denn genau da sind sie bei mir. meine träume und hoffnungen. 
fest verschnürrt. um nicht zu verlieren.
nicht zu vergessen.
das sie sind.
was - sie sind.

und mit jedem schritt kreisen meine gedanken.
jedes wort das sich bildet hinterlässt spuren.
und ich weiß. genau darum geht es.
um das festhalten.
um das wissen, dass der weg auch wieder zurück führt.
hin zu meiner hände werk.
meiner gedanken gut.

manchmal kann das eine nicht ohne das andere.
das müssen und das wollen.
vielleicht wird es das nie.
weil träume nicht vom himmel fallen und hoffnung nicht auf bäumen wächst.
weil es ein festhalten ist. ein hinfallen und ein aufstehen.
ein sehnen.
immer wieder.


aber solange ich sie bei mir habe, meine träume und hoffnungen.
solange meine hände ihr werk nicht verlernen. 
meine gedanken immer einen weg nach draußen finden und worte sich formen.
solange es musik gibt, zu der ich tanzen und menschen, die ich lieben kann.

solange, ist alles möglich.


dann ist der weg am fluss, frühmorgens, mein skizzenbuch - mein skript - mein roman - mein song.


denn genau darum geht es.



das beste ist noch nicht vorbei | fiva

Freitag, 27. März 2015

. das wichtigste


"das wichtigste ist, dass du deine ganzen beschissenen träume und hoffnungen packst und sie nie mehr loslässt", 
hatte er gesagt. " du kannst schreien, du kannst verzweifeln, du kannst winseln. 
doch selbst wenn du schon kaum mehr an dich glaubst, du darfst sie nicht loslassen."
-benedict wells | fast genial-



es gibt sätze in büchern, an denen bleiben meine gedanken hängen. und mein herz.
immer und immer wieder gleiten meine augen über die wörter.
saugen sich fest. saugen sie ein.
jedes einzelne.


um sie nie wieder zu vergessen.
um nicht - los zu lassen.





niemals.
auf keinen fall.
selbst dann nicht.
oder gerade - dann nicht.


stolpern, hinfallen, wieder aufstehen, den staub abschütteln - und weiter gehen.
und dabei nicht - loslassen.



unter gar keinen umständen.





das ist das wichtigste.


und dabei das tanzen nicht vergessen. clemetine.

Freitag, 20. März 2015

. augen blick






“To be alive, to be able to see, to walk, to have houses, music, paintings – it’s all a miracle.
I have adopted the technique of living life miracle to miracle.”
-Arthur Rubinstein-



von wunder zu wunder.
leben.


manchmal im auge des wirbelsturms zu stehen.
im nahezu windstillen raum, während alles um einen herum tobt.
von dort das leben sehen.
und all die kleinen wunder in ihm.
selbst im größten sturm.

selbst dann.
oder vielleicht - genau dann.

sind sie da.


immer.



leisen tönen lauschen. 
worte einsammeln.

Freitag, 13. März 2015

. so was von da




ein buch, welches einen einsaugt.
im sog der wörter. gefühle. des lebens.
vielleicht eines der besten bücher, die ich in den letzten wochen gelesen habe.
eben weil es einsaugt. nicht los lässt.
weil es umklammert und gefühle hervorbringt.
weil da immer wieder der moment des erkennes war.
erinnerungen an wilde zeiten.
und es ist gut sich zu erinnern. 
nochmal zu fühlen, was längst vergessen.
vergraben unter all den jahren.
und doch. 
da.


und da war dieses konzert. ein paar tage zuvor.
laut. vielleicht zu laut, oder gerade laut genug um sich lebendig zu fühlen.
dort, in der ersten reihe. 
von vorn sieht die welt ganz anders aus.
dort ist es noch lauter und noch ein bisschen wilder.
und nach anfänglichem unbehagen war es genau der platz wo ich sein wollte.
ganz genau da.



das leben, dass da ist.
wild. roh. mit voller wucht.
manchmal viel zu schnell.
zu laut.
zu viel.
und doch gut, so wie es ist.
weil es leben ist.
weil es gelebt wird.






weil es gute bücher gibt. und  laute konzerte. die einen taumeln lassen vor glück.



und ich mittendrin.
in diesem leben.
meinem leben.




so was von da.




"manchmal glaube ich, dass er mit seinem schieren willen naturgesetze außer kraft zu setzen vermag."
-so was von da|tino hanekamp-

Mittwoch, 4. März 2015

. tage wie diese




es gibt momente, in denen bin ich einfach nur schrecklich müde.
weil es an mir zerrt.
das leben.
das um-mich-herum.

all die dinge, die getan werden müssen. sollen.
und die dinge, die so sind, wie sie eben nun mal sind.

es ist so vieles, was dabei auf der strecke liegen bleibt.
unterwegs fast verloren geht.
weil die zeit dazu fehlt.
das gepäck scheint zu schwer,
der tag zu voll und die nacht zu kurz.



und dann gibt es diese tage,
an denen ich immer noch schrecklich müde bin,
aber an denen meine hände ihr werk verrichten dürfen.
das, wozu sie gemacht sind.
wonach sie sich sehnen.

dann sammle ich das liegengebliebene vom wegesrand auf  und schultere meinen rucksack neu.


weil die zeit da ist.
für den moment.




und das sind sie.
die tage an denen ich weiß, warum & wofür.


dann ist es gut, so wie es eben gerade ist.





this anarchistic heart of mine.

Freitag, 20. Februar 2015

.


wenn das nachmittagslicht durch die ritzen der jalousie bricht.
sich spiegelt und schatten an die wand wirft.
dann überkommt mich das tiefe gefühl genau da zu sein, wo ich hingehöre.
in jenem leben, welches mein ist.

es sind diese momente, die zählen.
diese gefühle, die halten.
genau diese.

gut ist das.



so gut.




mit einem glas gin tonic in der hand und diesem lied im ohr sitze ich hier und lasse gedanken worte werden. 
und auch das ist gut. so gut.

Montag, 16. Februar 2015

. ein morgen wie dieser


das leise erwachen.
träume die durch die gedanken wirbeln, sich zwischen den kissen verlieren.
langsam.
ganz langsam.

ein blinzeln.
nur einen augenblick.
und dann noch einmal umdrehen.
das gesicht in der decke vergraben.
gezogen bis unters kinn.
den träumen nachlaufen.
der versuch sie zu erhaschen.
nur einmal noch.
ganz kurz.

nur.


das sanfte erwachen.
nicht in die schnelligkeit des morgens hinein.
sondern in den moment.
zeit die stillsteht.
für einen augenblick.
an diesem morgen.

der sein darf, so wie er ist.
verschlafen.
langsam.
leise.
sanft.


ein morgen wie dieser.

und noch sechs weitere davon.
(so fühlt sich urlaub an. so fühlen sich ferien an. genau so)



und so auch.



“The moment was all; the moment was enough.”
-Virginia Woolf-

Dienstag, 3. Februar 2015

. warten


warten.

dieses unruhige gefühl tief im inneren.
das einen kaum still halten - keinen klaren gedanken, fassen lässt.
schmetterlinge im bauch, die keine sind.
diese sehnsucht danach, dass endlich etwas passiert.
endlich.

weil das warten zerrt.
an der zeit. den nerven. der geduld. dem leben.
weil sekunden wie minuten erscheinen und nur im stundentakt vergehen.
weil es scheint, als würde alles stillstehen, obwohl die welt sich doch weiterdreht.
viel schneller. 
und man selbst kommt kaum hinterher.

dann, wenn der atem stockt. bis man merkt, man hat ihn selbst angehalten.
um wenigstens das gefühl von innerer ruhe zu bekommen.
wenigstens das.

das ist nicht das warten, welches von unbändiger vorfreude begleitet wird.
es ist das warten, welches die letzten kräfte raubt.


was bleibt ist der mut zu hoffen.
der blick in die ferne. wenn auch nur verschwommen.
vage.



und das wagnis zu wissen. 
es muss. es soll. es wird.




werden.




back to the river.

Mittwoch, 21. Januar 2015

. wegbegleiter


immer unterwegs. von hier nach da. 
durch den tag hindurch.

manche tage sind schneller als andere.
es scheint als würde man nicht hinterherkommen.
den anschluss verlieren.

der morgen ist zu früh.
der abend viel zu spät.
die nacht zu kurz.

es sind die kleinen dinge, die alles zusammenhalten.
die unscheinbaren.


wegbegleiter.






durch den winter, bis der sommer wieder kommt.





für worte & gedanken | das, dies & jenes für winterhände | das J immer dabei | sich verlieren | lifecycling | und seine stimme im ohr, früh morgens auf meinem weg am wilden fluss entlang



Freitag, 16. Januar 2015

. manchmal



"One must maintain a little bit of summer,
even in the middle of winter."
-henry david thoreau-




wie gut, dass ich erinnerungen gesammelt hab.
den sommer eingefangen.
ein stück weit.


ich kann ihn noch hören.
schmecken.
riechen.

fühlen.



ich weiss noch, wie er war.
wie er ist.




ich hab ihn nicht vergessen.
und ich weiss,


nach jedem winter folgt ein neuer sommer.


und manchmal, manchmal ist das alles was ich wissen muss.
manchmal ist der gedanke daran

genug.







gesehen | gehört | gelesen | erinnert | getrunken | geträumt | gelernt 

Freitag, 9. Januar 2015

. so viel mehr



dem leben raum zum atmen,
dem jahr raum zum sein

geben.


weniger.
und dann noch ein bisschen weniger.

weil so vieles zuviel ist und so wenig wirklich gebraucht wird.
und weil es sich gut und richtig anfühlt.

nach leichtigkeit.
und freiheit.

und davon braucht es mehr.





so viel mehr.




und im hintergrund dieses lied.