Freitag, 20. Februar 2015

.


wenn das nachmittagslicht durch die ritzen der jalousie bricht.
sich spiegelt und schatten an die wand wirft.
dann überkommt mich das tiefe gefühl genau da zu sein, wo ich hingehöre.
in jenem leben, welches mein ist.

es sind diese momente, die zählen.
diese gefühle, die halten.
genau diese.

gut ist das.



so gut.




mit einem glas gin tonic in der hand und diesem lied im ohr sitze ich hier und lasse gedanken worte werden. 
und auch das ist gut. so gut.

Montag, 16. Februar 2015

. ein morgen wie dieser


das leise erwachen.
träume die durch die gedanken wirbeln, sich zwischen den kissen verlieren.
langsam.
ganz langsam.

ein blinzeln.
nur einen augenblick.
und dann noch einmal umdrehen.
das gesicht in der decke vergraben.
gezogen bis unters kinn.
den träumen nachlaufen.
der versuch sie zu erhaschen.
nur einmal noch.
ganz kurz.

nur.


das sanfte erwachen.
nicht in die schnelligkeit des morgens hinein.
sondern in den moment.
zeit die stillsteht.
für einen augenblick.
an diesem morgen.

der sein darf, so wie er ist.
verschlafen.
langsam.
leise.
sanft.


ein morgen wie dieser.

und noch sechs weitere davon.
(so fühlt sich urlaub an. so fühlen sich ferien an. genau so)



und so auch.



“The moment was all; the moment was enough.”
-Virginia Woolf-

Dienstag, 3. Februar 2015

. warten


warten.

dieses unruhige gefühl tief im inneren.
das einen kaum still halten - keinen klaren gedanken, fassen lässt.
schmetterlinge im bauch, die keine sind.
diese sehnsucht danach, dass endlich etwas passiert.
endlich.

weil das warten zerrt.
an der zeit. den nerven. der geduld. dem leben.
weil sekunden wie minuten erscheinen und nur im stundentakt vergehen.
weil es scheint, als würde alles stillstehen, obwohl die welt sich doch weiterdreht.
viel schneller. 
und man selbst kommt kaum hinterher.

dann, wenn der atem stockt. bis man merkt, man hat ihn selbst angehalten.
um wenigstens das gefühl von innerer ruhe zu bekommen.
wenigstens das.

das ist nicht das warten, welches von unbändiger vorfreude begleitet wird.
es ist das warten, welches die letzten kräfte raubt.


was bleibt ist der mut zu hoffen.
der blick in die ferne. wenn auch nur verschwommen.
vage.



und das wagnis zu wissen. 
es muss. es soll. es wird.




werden.




back to the river.

Mittwoch, 21. Januar 2015

. wegbegleiter


immer unterwegs. von hier nach da. 
durch den tag hindurch.

manche tage sind schneller als andere.
es scheint als würde man nicht hinterherkommen.
den anschluss verlieren.

der morgen ist zu früh.
der abend viel zu spät.
die nacht zu kurz.

es sind die kleinen dinge, die alles zusammenhalten.
die unscheinbaren.


wegbegleiter.






durch den winter, bis der sommer wieder kommt.





für worte & gedanken | das, dies & jenes für winterhände | das J immer dabei | sich verlieren | lifecycling | und seine stimme im ohr, früh morgens auf meinem weg am wilden fluss entlang



Freitag, 16. Januar 2015

. manchmal



"One must maintain a little bit of summer,
even in the middle of winter."
-henry david thoreau-




wie gut, dass ich erinnerungen gesammelt hab.
den sommer eingefangen.
ein stück weit.


ich kann ihn noch hören.
schmecken.
riechen.

fühlen.



ich weiss noch, wie er war.
wie er ist.




ich hab ihn nicht vergessen.
und ich weiss,


nach jedem winter folgt ein neuer sommer.


und manchmal, manchmal ist das alles was ich wissen muss.
manchmal ist der gedanke daran

genug.







gesehen | gehört | gelesen | erinnert | getrunken | geträumt | gelernt 

Freitag, 9. Januar 2015

. so viel mehr



dem leben raum zum atmen,
dem jahr raum zum sein

geben.


weniger.
und dann noch ein bisschen weniger.

weil so vieles zuviel ist und so wenig wirklich gebraucht wird.
und weil es sich gut und richtig anfühlt.

nach leichtigkeit.
und freiheit.

und davon braucht es mehr.





so viel mehr.




und im hintergrund dieses lied.

Dienstag, 6. Januar 2015

. sein lassen


“It was all unknown to me then, as I sat on that white bench on the day I finished my hike.
Everything except the fact that I didn't have to know. 
That is was enough to trust that what I'd done was true. 
To understand its meaning without yet being able to say precisely what it was, 
like all those lines from The Dream of a Common Language that had run through my nights and days. 
To believe that I didn't need to reach with my bare hands anymore. 
To know that seeing the fish beneath the surface of the water was enough. 
That it was everything. It was my life - like all lives, mysterious and irrevocable and sacred.
So very close, so very present, so very belonging to me.

How wild it was, to let it be.”
-cheryl strayed | wild-



sein.



lassen.





weil es sich nicht einfangen,
sich nicht in listen fassen lässt.
weil es, allen plänen zum trotz, wild ist.
macht, was es will.

weil es, leben ist.
so wie es ist.
wie es sein will.



unbändig, einzig & wild.





es gab einen plan und doch kam soviel anderes. im letzten jahr.
nun gibt es keinen mehr. nicht wirklich.

nur den, sein zu lassen.
nicht am anfang des weges schon das ende sehen zu wollen.
nicht jetzt schon ein bild von dem zu haben, was einmal sein soll. sein wird.
kleine schritte zu setzen. 
entgegen.
vorwärts. immer vorwärts.


die sonne im gesicht, dem regen zum trotz. 
mit hoffnung. mit mut. 
einen schritt vor den anderen.




weil, 
es sein zu lassen, 
wild genug ist.



im ohr dieser tage - das.

Dienstag, 30. Dezember 2014

. übergangsweise




"May your coming year be filled with magic and dreams and good madness. 
I hope you read some fine books and kiss someone who thinks you're wonderful, 
and don't forget to make some art -- write or draw or build or sing or live as only you can.
And I hope, somewhere in the next year, you surprise yourself.

I hope that in this year to come, you make mistakes.
Because if you are making mistakes, then you are making new things, 
trying new things, learning, living, pushing yourself, changing yourself, changing your world. 
You're doing things you've never done before, and more importantly, you're Doing Something.
So that's my wish for you, and all of us, and my wish for myself. 
Make New Mistakes. Make glorious, amazing mistakes. 
Make mistakes nobody's ever made before. 
Don't freeze, don't stop, don't worry that it isn't good enough, or it isn't perfect, whatever it is:
art, or love, or work or family or life.

Whatever it is you're scared of doing, Do it.
Make your mistakes, next year and forever."
-new years wishes | neil gaiman-





wünsche.
das sind sie.
und wer könnte sie schöner in worte fassen als er?

das ist es.
genau das.


kommt gut hinüber.
nehmt die leichtigkeit mit, die hoffnung, die liebe, das wunderbare leben - das glück.
möge das neue jahr gut zu euch sein.

macht fehler.
seid mutig.


liebt.

tanzt.
singt.

lacht aus vollem herzen.

träumt groß.


lebt.




"Whatever it is you're scared of doing, Do it."
-neil gaiman-

Freitag, 19. Dezember 2014

. home


"Bald wirst Du jetzt zweiundachtzig sein. Du bist um sechs Zentimeter kleiner geworden,
Du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist Du schön, graziös und begehrenswert.
Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe Dich mehr denn je.
Kürzlich habe ich mich von neuem in Dich verliebt, und wieder trage ich in meiner Brust diese zehrende Leere,
die einzig die Wärme Deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag."
-André Gorz | Brief an D. - Geschichte einer Liebe-



die wohl innigste liebeserklärung, die ich je gelesen habe.
das sagen zu können.
nach all den jahren.

weil es so tief ist.
weil es ist, was es ist.


zwei leben die so fest miteinander verflochten sind.
ein leben lang.

und womöglich darüber hinaus.



weil es
zuhause
ist.








home is wherever I´m with you.

Dienstag, 16. Dezember 2014

. so wenig





dem leben wieder ein wenig mehr platz zum atmen geben.


luft.

raum.





zu merken.
es braucht nicht viel.

und so vieles nicht.


es braucht, 
so wenig.


um leichtigkeit zu schaffen, wo schwere ist.
platz.

für gedanken die kreisen.
träume die warten.
worte die sich formen.
hoffnung die wächst.

und das leben. 


manchmal zuviel davon.
und manchmal - gerade genug.





“And so I walked on.”
-Cheryl Strayed, Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail-




für die sinne | die seele | handwerk für´s handgelenk (danke anna, es ist unbeschreiblich schön!) | die ohren | die augen | die gedanken

Donnerstag, 11. Dezember 2014

. irgendwie besonders



ein morgen zuhause.
frisch aufgebrühter kaffee, dessen duft den raum ausfüllt und in meine nase steigt.
und dann, mit selbigem im becher, für einen moment auf dem hocker sitzen und die gedanke ziehen lassen.


das.
ist irgendwie besonders.





weil es nicht mehr selbstverständlich ist.
ja, vielleicht. 
vielleicht genau deswegen.

es sind doch die kleinen dinge.





immer.




various cuffs | wild | hauchfein gestreift | schwarz-weiss-grau | two face auf dem weg | feist

Montag, 1. Dezember 2014

. für den augenblick






bis in die nacht hinein vierundzwanzig kleine briefe gefüllt.
und gelesen.

seite um seite.
worte eingesaugt.
wirken lassen.

in der stille der nacht.
ein buch. 
unscheinbar.
aber so gut.

so eindringlich.
so ehrlich.
so echt.



so tief.


über das vergessen.
das verlorene gestern und das ungewisse morgen.


"Wenn mein Gestern verschwindet und mein Morgen unsicher ist,
wofür lebe ich dann noch? Ich lebe für jeden Tag. Ich lebe im Augenblick. 
irgendwann, in nicht allzu langer Zeit, werde ich vergessen haben, 
dass ich vor ihnen gestanden und diese Ansprache gehalten habe. 
Aber dass ich sie irgendwann bald vergessen werde, heißt nicht,
dass ich sie nicht Heute in jeder Sekunde gelebt habe.
Ich werde das Heute vergessen, aber das heißt nicht, dass das Heute nicht wichtig war."




den ganzen tag über sind meine gedanken gewandert.
immer wieder hin zu diesen sätzen.

und trotz der grausamkeit des vergessens, des alzheimer
sind dies, die schönsten worte, die ich je über den augenblick gelesen habe.




wie wertvoll er doch ist.

der augenblick.


und welch ein geschenk erinnerungen zu sammeln und zu behalten.





über den augenblick hinaus.

Freitag, 28. November 2014

. möglich



“you must do the thing you think you cannot do.” 
-eleanor roosevelt-



manchmal muss man genau das tun.
dann, wenn das leben tobt.

wenn das ziel aus dem blick zu fallen scheint.


es an den rand rutscht.
sich in weite ferne schiebt.


dann, wenn es soviel schwerer erscheint als zuvor.

unmöglich.

fast.




nur fast.

es sind die kleinen schritte, die es wieder näher rücken.
den blick erneut fokusieren.



unmögliches möglich machen.





Montag, 24. November 2014

. menschen



nur ein paar minuten für mich.

einatmen.




ausatmen.

während die teeblume in der kleinen glaskanne aufblüht
und jasminduft in meine nase steigt.





meine finger blättern durch ihre geschichten.

lebensgeschichten.

worte.

erinnerungen.


träume.





-Humans of New York | Brandon Stanton-

"I´m homeless, and 
I´m an alcoholic.
But I have a dream."

"What´s that?"

"I wanna go
fishing."





brandon stanton fängt momente ein. lebensmomente. er zeigt menschen. lebendige menschen. menschen mit geschichten. lebensgeschichten. manche von ihnen hinterlassen ein lächeln auf meinen lippen und manche von ihnen tränen in meinen augen. manche machen meine welt plötzlich ganz klein und manche machen sie um soviel größer. es sind die geschichten und die menschen dahinter, die berühren und etwas zurücklassen. leben. irgendwie.






Freitag, 21. November 2014

. eben



stille, weil das leben tobt.
um mich herum.
in mir.

gerade.

immer.



die woche war voll davon.
so voll.

seid dienstag die dreiunddreissig.
leise die jahre gefeiert. 
erinnerungen, die alle mir gehören.

leben, was bist du schön.



ein vierbeiniger wirbelwind mehr.
kleiner mann mit bart und großem selbstbewusstsein.
er passt so gut zu uns. so gut.



heisse milch mit honig für den hustenkranken buben.
dazu wallace & gromit auf dem großen bett.
der geruch von thymian & myrte zieht durch die räume.
winterzeit.



ein stapel bücher. 
wenn die zeit es zulässt streichen meine finger behutsam über die seiten.
blättern kurz hinein. immer wieder.
und wieder.



eine karte aus der ferne.
ein großes gefühl, wenn menschen an einen denken.
nicht vergessen. sich merken. überraschen.
ulma, hab dank!




wenn träume in erfüllung gehen.
42,195K.
ich bin dabei.





eine woche voll mit leben.
wo zeit fehlt und augen müde sind.
dann bleiben dinge liegen und manches still.
aber irgendwie, ist das gut so.

manchmal.


oder eigentlich - immer.

dann bleibt nur zeit für das was wirklich wichtig ist.
das leben.

eben.