Donnerstag, 17. April 2014

. stofflich





sonnenstrahlen die durch das fenster kriechen - während der kalte frühlingswind durch die zimmer weht. meterweise stoff - hängend über türen und stühlen. und der geruch von frischer wäsche, der in meine nase dringt. stoffwaschtag. | neuer stoff sollte gewaschen werden. immer. sonst wird nicht gut, was gut werden soll. im studium hab ich das so manches mal bitter lernen müssen. wenn das perfekte stück nach dem waschen kaum mehr gut ist. verzogen. eingelaufen. ein häufchen elend. wohl eher. meine ungeduld war es. vielleicht. den waschgang übersprungen um zeit zu sparen, die sich letzten endes verdoppelt hat. | heute weiß ich es besser. heute nehme ich mir die zeit. diesen tag an dem die waschmaschine kaum einmal still steht und alle stoffe - farblich sortiert - durchwäscht. der tag an dem eben dieser frische wäschegeruch durch die wohnung zieht . an dem türen und stühle zu wäscheleinen werden. der wind weht durch die stoffe hindurch, bauscht sie auf und die sonne kriecht darüber hinweg. trocknet. | am ende wickle ich meterweise schönsten stoff auf pappe. um sie dann ballenweise - mit namen versehen - in den korb zu stellen. ein gutes gefühl. irgendwie. es ist ein schritt. gehört zum prozess dazu. unabdingbar. und letzten endes eher gewonnene zeit - als veronnene.  

Dienstag, 15. April 2014

. diese tage




ferienzeit. endlich wieder. oh wie haben wir sie herbeigesehnt. diese irgendwie so ganz besondere zeit. in der wir uns in büchern verlieren, dabei neue welten entdecken und die höchsten holzstapel erklimmen. dann, wenn die zeit langsamer vergeht und die tage ein paar stunden mehr haben. wenn es spätstück gibt - mit noch warmen brötchen und gesprächen über die welt. das arbeiten geht leichter von der hand, mit leisem kinderlachen im ohr. wir schaffen ein paar erinnerungen mehr - in dieser zeit. über die wir später schmunzeln und von denen wir zerren, bis sie wiederkommen. diese tage - des süssen nichtstuns. in wolken voller leichtigkeit gebettet.

Samstag, 12. April 2014

. versunken


auf dem sofa, versunken in eine andere welt - 
den heissen kaffeeduft noch in der nase, obwohl der letzte schluck schon kalt geworden ist. 
herz, was willst du mehr.
in diesem moment.
nichts.

mein samstagskaffeebild geht zu ihr.

Freitag, 11. April 2014

. staunend


“Every book, every volume you see here, has a soul. 
The soul of the person who wrote it and of those who read it and lived and dreamed with it.
Every time a book changes hands, every time someone runs his eyes down its pages, 
its spirit grows and strengthens.” 

“I was raised among books, 
making invisible friends in pages that seemed cast from dust 
and whose smell I carry on my hands to this day.” 
― Carlos Ruiz Zafón, The Shadow of the Wind


bücher. ich könnte nicht leben ohne sie. ich wöllte es nicht.ich bin umgeben von ihnen. schon immer. der geruch der aus ihnen hervorsteigt. das geräusch beim blätternd der seiten. die geschichten die sie bergen. das leben das in ihnen steckt. magie. | ich konnte mich schon immer in ihnen verlieren. in sovielen von ihnen. seid ich lesen kann - und solange ich es kann. das eintauchen. das versinken darin. das nachsinnen. unbeschreiblich. | und nun zu sehen, wie der bube lesen lernt. wie er immer ein buch zur hand hat. wie er sich in ihnen verliert. das ist wunderbar. großartig. bedeutend. | seine liebe zu büchern ist kaum kleiner als meine. eine bücherei ist für ihn genauso magisch wie für mich. ein neues buch - wie eine neue welt, die es zu entdecken gilt. zuerst in bildern. nun auch in worten. mit staunenden augen sehe ich dabei zu und entdecke sie noch einmal neu. die welt der bücher. der worte. des staunens

der bube liest gerade das.
ich verliere mich darin.
gemeinsam versinken wir in diesem.

Donnerstag, 10. April 2014

. genauso





und überall sammeln sich kleine stapel. arbeitsstapel. stoffe die zugeschnitten werden wollen & zugeschnittenes, dass nur darauf wartet vernäht zu werden. schnittordner türmen sich gemeinsam mit büchern und der schnittmappe zu einem eher wackeligen stapel. obenauf ein bisschen sternenstaub der über jeans tanzt. | an jeder ecke ist handwerk zu finden. meiner hände werk. die soviel zu tun haben - dieser tage. gut fühlt sich das an. so gut. ist es doch genauso, wie ich es immer haben wollte. ganz genauso.

Mittwoch, 9. April 2014

. sternenmeer




während meine gedanken sich um hosenverschlüsse & stoffe kreisen, verrichten meine hände ihr werk wie von allein.  ideen, die aus meinem kopf fallen, wollen ausprobiert werden. eine stoffauswahl muss getroffen werden. blaue farbspritzer wollen über jeans tanzen und ein letzter schnitt sollte entwickelt werden. dazwischen ensteht. ganz viel. | ich befinde mich auf den letzten metern eines langen weges. so fühlt es sich an. so gut. alles kommt zueinander. bindet sich. findet sich. und ich dazwischen. irgendwie überwältigt. ein stück weit angekommen. | nur noch ein kleines stück und der traum fliegt. wohin auch immer. es fühlt sich verrückt an. manchmal. aber verrückt ist gut. irgendwie. | so verteile ich farbspritzer für farbspritzer - und lasse ein sternenmeer entstehen

hemd | von meiner kollektion - ganz bald.

Montag, 7. April 2014

. über den dächern


über den dächern meiner stadt. den frischen kaffeeduft in der nase, die letzten sonnenstrahlen im gesicht und die gedanken für einen kurzen moment fliegen lassen. | ich liebe ihn. diesen platz dort hoch oben. ich liebe das mittendrin sein. die geräusche der stadt. den lärm. das bunte treiben. ja, ich liebe das. als ob das leben durch mich hindurch fließt. in mir pulsiert. ich sauge es auf - während meine gedanken auf ihre ganz eigene reise gehen. | es riecht nach frühling. es riecht nach sonne, die ihre strahlen auf den asphalt wirft. und nach regen, der diesen wieder abkühlen wird. es riecht nach leben. dort - über den dächern. und während ich mein herz alle gerüche sortiert, blinzel ich in die abendsonne und sammle meine gedanken wieder ein. 

meine gedanken schweifen immer wieder hin zu dieser geschichte. 
ich trage sie im herzen und vermag die letzten seiten kaum zu lesen.
ach welt.

in den ohren dieses lied. immer und immer wieder.

wie schön das ist. so wunderschön.

Samstag, 5. April 2014

. strich für strich


den morgendlichen kaffeeduft in der nase, den ersten schluck auf der zunge und dabei - skizzierenderweise - gedanken & ideen aufs papier bringen. in das kleine schwarze buch hinein. | der graphitstift in meiner hand fühlt sich so gewohnt an. als würde er genau dorthin gehören. als hätte ich ihn nie aus der hand gelegt. der bube hat mir seinen radiergummi überlassen - meiner sah damals genauso aus. von gedanken- und traumlöchern übersät. gut ist das. so gut. | in meinem kopf dreht es sich. es sind soviele schnitte darin - soviele stücke. nun ist die zeit sie heraus zu holen. ihnen leben einzuhauchen. schritt für schritt. strich für strich. | und so purzeln sie heraus. fallen auf das weisse papier. hinterlassen dort leise spuren. gedanken nur. träume. es ist zeit fliegen zu lernen.

die samstagskaffeeidee von ninja. ich mag sie. sehr. deswegen geht mein heutiges bild zu ihr.

Freitag, 4. April 2014

. nur eine geschichte


“the words were on their way, 
and when they arrived, 
she would hold them in her hands like the clouds, 
and she would wring them out like the rain.” 
― markus zusak, the book thief



ein buch das mich sprachlos werden lässt. wortlos. einmal mehr. so voller schwere und doch leicht wie ein windhauch. zugleich. es hinterlässt leise tränen auf den wangen und ein lächeln auf den lippen. es schmerzt und heilt im gleichen moment. eine geschichte. nicht nur. vielmehr ist es - geschichte. | die worte fehlen mir. sind abhanden gekommen. ich muss sie erst wieder finden. irgendwo. in diesem buch. um mich herum. in mir. vielleicht. | bis dahin lese ich seite um seite. verliere mich in den zeilen. gehe auf die reise. durch die geschichte. ihre. unsere. geschichte. viel mehr als nur eine geschichte. soviel mehr.

Mittwoch, 2. April 2014

. federleicht







federleicht. so sollte es sein. das was in gedanken schon fertig war. so federleicht, wie das leben manchmal sein kann. oder wie man es sich manchmal wünscht. ein hauch von. nur ein hauch. zum darin leben sollte es sein. vielleicht, wie eine zweite haut. federleicht. schlicht und doch nicht. nähte die sich hervortun. ein schnitt der sich abhebt. stoff der umfliesst und eine farbe die sich zurücknimmt. kein bisschen laut. das braucht es nicht. die leisen töne sind es, die so federleicht machen. die zum darin leben einladen. wie ein leichtes rauschen im wind. | so soll es sein. das hemd. mein hemd. das hemd dessen namen ich noch nicht gefunden habe. eins nur ist sicher. es ist federleicht. und genau so wie gedacht. ein gedanke - erst schnitt-, dann stoffgeworden. leise, weil ich das laute nicht brauche. nicht mehr. | und so lebe ich darin. fühle mich federleicht. am richtigen platz. angekommen. bei mir. der wind blässt durch den stoff und ich lausche den leisen tönen. in mich hinein lächelnd.

top - from my new collection (coming oh so soon)  | pants & shirt - thrifted | shoes - minnetonkas | braclet - a gift | necklace - frausieben

Dienstag, 1. April 2014

. grünzeug







bücher und pflanzen. ohne sie könnte ich wohl nicht leben. kaum. sie gehören für mich zu einem zuhause. so wie die menschen die darin leben. | bücher die sich stapeln. an den wänden. in regalen und auf tischen. und dazu pflanzen. überall. obendrauf. daneben. entlang. | einen grünen daumen habe ich nicht. hatte ich noch nie. mit der zeit jedoch kenne ich meine pflanzen. die meine pflege überleben. die sich einfügen. in mein leben und unserem lebensraum. die nicht bekümmert sind, wenn der wasserstand gering ist und auch nicht, wenn sie für eine kurze weile schwimmen müssen. | sie haben ein wildes herz, sind ungezähmt und wunderbar. grün. sie umgeben mich, bringen meine seele zum lachen und werfen ihre schatten an die wände. und das tun sie immer und immer wieder. beständig. zäh. und so voller leben. eben.

es macht sie zu helden. alltagshelden. deswegen schicke sie zu ninotschka.

Sonntag, 30. März 2014

. wilde freiheit






ein wochenende dort, wo auch irgendwie zuhause ist. | mit dem ur-opa durch die wiesen streifen und den wilden wind im gesicht spüren. rehe die in der ferne über die felder springen und dazwischen zwei hunde die unsere wege kreuzen. | die wiesen und wälder riechen hier anders. sie duften nach kindheit. wenn ich ganz tief einatme kann ich fast die weichen nadeln unter meinen füssen spüren. und wenn man ganz leise ist, kann man hören wie die tiere sich geschichten erzählen. ein flüstern. ein rauschen. hier und da. | freiheit. sie könnte kaum wilder sein. 

Freitag, 28. März 2014

. unendlich



"and in that moment, 
I swear we were infinite."
- stephen chbosky | the perks of being a wallflower - 


unendlich. in diesem moment. 
und in sovielen anderen kleinen - unscheinbaren augenblicken. 
wir.


Mittwoch, 26. März 2014

. in der theorie



und dann gibt es tage, die verbringe ich theoretisch. dann sitze ich über ordner und bücher gebeugt an dem großen tisch. wälze im kopf hin und her, blättere seite um seite und verinnerliche - was längst vergessen. nein, nicht vergessen - nur verstaubt. in die hinterste ecke meines gehirns gerutscht. weil es so lange kaum gebraucht wurde. doch jetzt - umso mehr. | ich mag diese momente. ja, auch diese - rein theoretischen. ich mag das  nachschlagen. das suchen und finden. das stille vor mich hin kritzeln - in das kleine schwarze büchlein. ab und zu schweift mein blick in die ferne. und während die wolken ihre kreise ziehen fühle ich mich zurückversetzt in die studienzeit. schnittkonstruktion. eines meiner liebsten fächer. in der theorie und in der praxis. das umrechnen im kopf. das denken und das handeln. das feine zeichnen mit dem millimetermaß. um es dann - am ende - praktisch 1:1 umzusetzen. | und wie ich so blättere und wälze, fällt mir alles wieder ein. einmal gelernt - niemals vergessen. dann konstruiere ich im kopf. schnitt für schnitt. linie für linie. die kaffeetasse fest umklammert und den wachmachenden duft in der nase. und dann, wenn in meinem kopf - theoretisch - alles steht, schlage ich die bücher zu, nehme schneiderwinkel & packpapier und bringe zuende, was meine gedanken unlängst angefangen haben. in der theorie.

der moment. an diesem mittwoch. in den mittelpunkt gerückt. bei éva .

Montag, 24. März 2014

. kleinigkeiten


es gibt montage die fühlen sich wie freitage an. nicht, weil das wochenende bevor steht - sondern vielmehr, weil eine gefühlte woche schon hinter einem liegt. dann, wenn der schneeähnliche regen auf die erde fällt und der wind sich in den gliedern verfängt. wenn man die von der nacht noch müden augen kaum offen halten kann und auch der frische kaffeeduft in der nase den geist nicht wirklich wach rüttelt. wenn der frühe morgen sich anfühlt wie mitten in der nacht und dieses gefühl den ganzen tag über anhält. dann ist es ein hinterherrennen hinter dem tag mit wagemutigen sprüngen von hier nach da. stolpern nicht ausgeschlossen. an solchen montagen sind es die kleinen dinge, die halt geben. die einen im hier und jetzt halten. über wasser sozusagen. oder einfach nur ein gefühl von - alles ist gut - geben. die kleinigkeiten sind es, die einen durch den tag bringen und kleine lächeln auf die seele zeichnen. kleinigkeiten. so klein. unscheinbar. doch an solchen montagen -  bedeutend.

immergrünes | wrist worms | holz-gold-kupferne schälchenstapel vom trödler | 
weltschönste kette | der ring mit dem J | lippenschutz
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