Montag, 1. Dezember 2014

. für den augenblick






bis in die nacht hinein vierundzwanzig kleine briefe gefüllt.
und gelesen.

seite um seite.
worte eingesaugt.
wirken lassen.

in der stille der nacht.
ein buch. 
unscheinbar.
aber so gut.

so eindringlich.
so ehrlich.
so echt.



so tief.


über das vergessen.
das verlorene gestern und das ungewisse morgen.


"Wenn mein Gestern verschwindet und mein Morgen unsicher ist,
wofür lebe ich dann noch? Ich lebe für jeden Tag. Ich lebe im Augenblick. 
irgendwann, in nicht allzu langer Zeit, werde ich vergessen haben, 
dass ich vor ihnen gestanden und diese Ansprache gehalten habe. 
Aber dass ich sie irgendwann bald vergessen werde, heißt nicht,
dass ich sie nicht Heute in jeder Sekunde gelebt habe.
Ich werde das Heute vergessen, aber das heißt nicht, dass das Heute nicht wichtig war."




den ganzen tag über sind meine gedanken gewandert.
immer wieder hin zu diesen sätzen.

und trotz der grausamkeit des vergessens, des alzheimer
sind dies, die schönsten worte, die ich je über den augenblick gelesen habe.




wie wertvoll er doch ist.

der augenblick.


und welch ein geschenk erinnerungen zu sammeln und zu behalten.





über den augenblick hinaus.