Donnerstag, 23. April 2015

. loslassen


es ist die eine tür, die zufallen muss - damit eine andere sich öffnen kann.

sie zufallen lassen.
alles andere als leicht.
die hand scheint sich kaum von der klinke lösen zu können.
weil man festhalten will.
weil es schmerzt.
verliert man dabei doch auch immer ein stück von sich selbst.
lässt es hinter dieser einen tür zurück.


im ungewissen, was hinter jener anderen tür wartet, die sich nun leise öffnet.
wohin sie führen wird.
wer man sein wird.





und doch, in allem loslösen und sich verlieren erschließt sich mir die wilde freiheit des seins.
des sein dürfens.


es braucht das laute nicht mehr. das leben.
vielmehr sind es die leisen töne, die es zum tanzen bringen.


und währenddessen taumeln gedanken in ungezähmten kreisen zu boden.
bilden brücken, wo es schluchten zu überwinden gilt.


der weg ist nicht leichter,
doch das herz schlägt wilder. 
schlägt freier.

weil es die hoffnung trägt.
jene unbändige hoffnung, die träume fliegen lässt.


es ist ein loslassen.
im vertrauen,dass die flügel tragen, die das leben ihnen verlieh.






ich lasse die klinke los. 
und während die tür sich leise hinter mir schließt, machen meine füsse ihren ersten zaghaften schritt.




amanda palmer - in my mind