Freitag, 17. April 2015

. träumer


manche träume brauchen zeit.
und während andere zurückfallen, schleichen sie sich leise in die erste reihe.




so ist das mit träumen eben.
es ist ein festhalten und ein stück weit loslassen.
es ist ein zu-sich-herziehen und ein fliegen lassen.


leise verschieben sie sich.
manchmal schleichend und manchmal mit voller wucht.
manchmal merkt man es kaum und manchmal schmerzt es. so sehr.

das ist es, was träume sind.
weil sie sind, wie sie sind.
was sie sind.



groß. roh. wild. 
wären sie es nicht, würden wir sie wohl kaum festhalten. wollen.




und so wandern meine fingern nun leise über die tasten und lassen worte werden.
die tinte wandert über das papier und formt gedanken.
ein traum. so lang schon.
vielleicht, ein leben lang.

nun scheint es zeit. oder auch nicht.
aber wann ist sie schon da, die richtige zeit.
wann?



jetzt.



ich streife manch altes ab und lasse neues wachsen.
zaghaft. vorsichtig. behutsam.
aus angst, es könnte zerplatzen.
und vielleicht tut es das auch.
lässt worte regnen.



wie gut das ist.





"a book is a dream that you hold in your hand."
-neil gaiman-


little numbers