Freitag, 30. Oktober 2015

. einzig


worte werden sich neu formen.
ehrlich. echt. wild. rau. schmerzhaft. einzig.
man wird mich dafür nicht mögen.
vielleicht sogar hassen.
man wird mich arrogant nennen.
viel zu extrem.
meine worte zu abgehoben.
aber, man wird verstehen. müssen.

die zeit der blumen ist vorbei.
das leben ist zu kurz, um nicht einzig zu sein.
viel zu kurz.


und so lasse ich meine sprachlosigkeit zurück.
finde neue worte. 
weil ich das kann. weil das, ich bin. weil ich sie immer hatte.
die worte.

weil sie dazu da sind, zu sein.
wege zu bahnen. brücken zu bauen - und nieder zu reißen.
sie sind dazu da, dass man sie benutzt. 
die eigenen. immer die eigenen. 
um zu sagen, was gesagt werden muss.

auch wenn, gerade das, soviel mehr kostet als nur ein bisschen mut.
soviel mehr als nur ein paar worte auf einem blatt papier.
gedanken die ihren weg hinaus fanden. 



das echte ist es, was sie einzig macht.
das rohe, was sie extrem macht.
das leise, was sie laut macht.

sie.

und mich.


man muss sie dafür nicht mögen. die worte.
mich auch nicht.

aber man wird verstehen.
müssen.






'the role of a writer is not to say what we can all say, but what we are unable to say.'
-anaïs nin-