Dienstag, 6. Oktober 2015

. und wenn der regen fällt


und dann, einer dieser regentage.
wenn die wolken morgens schon schwer am himmel hängen und es nur noch eine frage der zeit ist, bis sie sich entladen. 
die luft riecht danach. fühlt sich schon so an.
dann, wenn die welt noch verschlafen aus den betten kriecht und ich meinen weg am fluss entlanglaufe. dem tag entgegen. ohne zu wissen, was er bringt. was vor mir liegt. 
ich mag sie, diese momente. diese ahnungslosen augenblicke, wo alles noch möglich ist.
wo der weg noch frisch vor mir liegt und der nebel sich langsam lichtet.

irgendwie schlummert in diesem tag schon etwas gutes. ein stück vom glück.
es ist, als könnte ich es schon spüren. in der kalten morgenluft, die mir ins gesicht weht.
ich weiß, der regen wird kommen. tropfen werden fallen. 
aber manchmal braucht es eben regen. weil er die welt ein wenig weicher macht.
weil das soviel mehr als nur regentropfen sind, die da aus den wolken taumeln.

und sie fallen, zur spätmittagszeit, auf dem heimweg.
meine beine wollen tanzen. im regen. weil es sich gut anfühlt. weil der tag sich gut anfühlt.
weil ich das glück in ihm spüren kann. 
in jedem tropfen, der auf meiner nase landet, sich seinen weg über meine wangen bahnt und fällt. und fällt. und fällt.

ich schaue ihnen beim fallen zu.
und sammle auf.
gedanken. erinnerungen. hoffnungen. träume. glück.

es gibt tage, die sind groß. die sind gut. die sind einfach.
und manchmal sind es gerade die regentage, an denen man das leben spürt.
und das großartige an ihm. in ihm.

dann findet man sich wieder. auf dem balkon, über den dächern der stadt, wenn der tag leise in den abend übergeht. 
dann riecht es immer noch nach regen und man atmet tief ein. und aus. ein lächeln auf den lippen. und alles ist gut.

alles ist einfach nur gut.



und an solchen tagen findet man musik die wunderschön ist.
unheimlich. schön.
viel zu schön.

bis ans ende der welt
wie man es auch dreht
im schneckenhaus