Sonntag, 14. Februar 2016

. du


und plötzlich kann ich spüren, wie das zahnrad in deinem kopf sich langsamer dreht.
zum stillstand kommt.
fast.

da sitzt du.
gedankenverloren.
vor dich hin träumend.
die kunst im blick.
dahinter schauend.
in sie hinein.

philosophierend.

analysierend

so bist du.
so darfst du sein.

und hier ganz besonders.


was gäbe ich darum für einen kleinen einblick in deinen kopf.
dein gedankenlabyrinth.
durch das du dir jeden tag von neuem, wieder, deinen weg suchst.
und findest.

das abstrakte ist deins.
weil auch dein denken abstrakt ist.


und so stehe ich hier.
ganz still.
halte meinen atem an.
lausche.
deinen gedanken.
versuche zu verstehen.
mit deinen augen zu sehn.

ich springe über meine schatten.
reflektiere mich selbst.
schaue über meinen tellerrand hinaus.

weil du bist.
wie du bist.


und einmal mehr schleiche ich mich leise an deine seite.
betrete stillschweigend dein gedankenlabyrinth.
verharre an deiner seite.
schritt für schritt.

und selbst wenn ich meine beine in die hand nehmen muss und mein herz sich überschlägt.
bin ich doch immer neben dir.

immer.



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