Donnerstag, 25. Februar 2016

. nur eine stimme


eine stimme finden.
seine stimme.
seine eigene.

eine stimme, die worte formt.
eigene worte.

eine stimme, die diese worte in die welt trägt.
hinaus.

und sei es nur ein leises flüstern.
ein raues krächzen.
ein zaghaftes dahinhauchen.

aber es ist eine stimme.

eine stimme, die sich auflehnt gegen die ungerechtigkeit.
gegen das wegsehen.
gegen das stumm bleiben.

und gegen die schreihälse, die keine scheu haben ihre widerliche, 
menschenverachtende meinung laut in die welt hinauszuposaunen. 

vielleicht kostet es mut, diese stimme zu finden.
und vielleicht kostet es viel mehr als das.

vielleicht bedeutet es
zu denken.

die eigenen gedanken.
mögen sie auch noch so wirr sein.




es gilt, worte zu suchen.
nicht sprachlos zu bleiben.

es gilt, eine stimme zu finden.
und sie zu benutzen.

es gilt, eine haltung einzunehmen.
und sie zu zeigen.

heute mehr denn je.




und die angst?

es gilt, sie abzustreifen.
sie mundtot zu machen.
sich nichts einreden lassen.
ihr das gegenteil beweisen.


es sind die stimmen, die verändern.

worte.

die gesprochenen.
und die geschwiegenen.

ich will nicht schweigen.
ich will keine angst haben.
ich will.

meine stimme.

benutzen.

weil es menschen gibt,
die sie brauchen.

meine.

eigene.

stimme.



willkommen.

kraftklub | schüsse in die luft